Wir erwarten auch nach 2000 Jahren Christentum die Rückkehr von Jesus Christus auf diesen Planeten. Deshalb heißen wir Adventisten. Adventus (lateinisch) bedeutet Ankunft, Nahen oder Besuch

Wer wir sind

Die Mitte unseres Glaubens ist Jesus Christus, der menschgewordene Gott. Vor etwa 2000 Jahren lehrte und lebte er als jüdischer Rabbi konsequent die Liebe – auch zu seinen Feinden und Gegnern. Das hat unsere Welt verändert.

 

Wenn er das zweite Mal auf diese Erde kommt, wird er im Einklang mit den beiden anderen Personen der Gottheit, Gott-Vater und Gott-Heiliger Geist, einem Leben in Liebe und Gerechtigkeit zum völligen Durchbruch verhelfen. Dann wird Gottes Wirklichkeit umfassend und endgültig unsere Wirklichkeit überwinden und überfluten. Christen nennen das den „Jüngsten Tag“. Jeder hat die Chance, diesen gewaltigen kreativen Schub mitzuerleben. Alle, die Gott vertraut haben, werden darin einbezogen sein, weil Gott keinen fallen lässt, der sich in seine Arme wirft.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten wurde 1863 in den USA gegründet. Sie geht in ihrer Entstehung auf den Baptistenprediger William Miller (1782-1849) zurück.

Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen bestritt Miller, dass ein großer zivilisatorischer Aufschwung – das so genannte Tausendjährige Reich – unter der Führung der christlichen Kirche vor der Tür steht. Er machte klar: Ihr denkt, jetzt kommt die große Zeit. Ihr irrt euch. Das Ende kommt. Und zwar bald.

Millers Anhänger erwarteten den großen Tag am 22. Oktober 1844 – vergeblich. Einige verarbeiteten ihre Enttäuschung durch ein neues Verständnis biblischer Texte. Sie verstanden das Datum als den Anbruch einer neuen Zeit im „himmlischen Heiligtum“. Das Verständnis entwickelte sich, dass Gott jetzt noch intensiver als vorher an der Rettung der Menschheit arbeitet. Aus dieser Gruppe entstand unsere spätere Freikirche.

Der Fortschritts-Glauben im christlichen Gewand, der zur Zeit Millers geherrscht hatte, ging später in die Ansicht ein, die USA würden unsere Welt zum globalen Frieden und Wohlstand führen.

Wer William Millers Einsichten folgt, sieht die führenden Ideologien der letzten 100 Jahre als Irrwege (Nationalismus, Materialismus, Kommunismus, Faschismus). Anstatt die Welt aus der globalen Krise zu führen, schafft die US-amerikanische Kultur heute eine käufliche Scheinwelt als Lebensersatz. Dabei werden die letzten Ressourcen der Menschheit verschleudert. Die politischen Spannungen auf unserer Erde wachsen. Aus scheinbaren Lösungen entstehen oft neue, verhängnisvolle Probleme.

Adventisten laden ein, zu den Wurzeln echten Menschseins zurückzukehren. Nein, bloß nicht immer wieder: „Weiter so!“ Sondern aufhören, zur Ruhe kommen – das bringt weiter. Das Aufhören und Zur-Ruhe-Kommen üben wir am Sabbat. Und wir geben die Hoffnung nicht auf, dass Jesus wiederkommt und mit ihm die bisher unsichtbare Welt Gott ganz zu uns durchbrechen wird.